Donnerstag, 18. März 2010

USA 2010: 16.03., Tag 7, Fahrt von Fort Lauderdale nach Key West

Die dritte "Spring Break"-Nacht war nochmal anstrengend (00:00 Uhr, 03:00 Uhr und 04:00 Uhr tierischer Lärm). Negativ für unser Schlaf-Saldo. Als kleines Trostpflaster gab's wenigstens für diese letzte Nacht das Geld zurück. Positiv für die Reisekasse.

Auf dem Weg nach Key West haben wir uns den Luxus der kostenpflichtigen Florida Turnpike gegönnt und sind so recht flott an Miami vorbei gekommen. Weiter dann auf dem Highway #1 Richtung Süden. Vom Festland bis Key West sind es dann nochmal 107 Meilen, die man über zahlreiche Brücken zurücklegt. Teilweise ist die Fahrt über die Keys aber auch langweilig, da man entweder durch gesichtlose und verbaute Städte fährt oder wegen des regenwaldartigen Bewuchses links und rechts nichts sieht. Interessant sind einige der Brücken und die Streckenabschnitte, die direkt am Wasser entlang führen. Das Highlight ist natürlich die 7 Mile Bridge (11 km lang).

In Key West haben wir dann ein wunderbar ruhiges Hotel bezogen, leider nur für eine Nacht. In der Stadt selbst waren wir dann zu Fuß unterwegs und sind einmal kreuz und quer durch die Altstadt gelaufen. Dort ist dann auch der südlichste Punkt der kontinentalen USA, nur 90 Meilen (145 km) von Kuba entfernt. Wie gesagt, bis zum Festland Floridas sind es über 100 Meilen... Die tägliche Party am Sunset Pier zum Sonnenuntergang haben wir uns dann gespart, weil es bereits dick bewölkt war, leider. Zurück im Hotel haben wir erstmal unsere Blasen an den Füßen verarztet. Sandra führt die Statistik an (4), ich hinke noch etwas hinterher (2).

Unterwegs auf den Keys:


7 Mile Bridge (man sieht hier nur die Hälfte der Brücke):


Der südlichste Punkt der kontinentalen USA:


Warten auf den Sonnenuntergang (hinter den Wolken):

Dienstag, 16. März 2010

USA 2010: 15.03., Tag 6, Fort Lauderdale

Nach der zweiten "Spring Break"-Nacht (mit Ohrenstöpseln) ging es heute nach Miami, genauer gesagt nach Miami Beach. Die Fahrt dorthin über die Interstate 95 war nervenaufreibend. In Miami Beach gibt es im Wesentlichen zwei interessante Dinge: 1. den Strand, 2. den Art-Deco-Bezirk. Der Strand ist wirklich spitze, noch besser als hier in Fort Lauderdale; breiter, flacher, mit pastelfarbenen Strandhäuschen für die Rettungsschwimmer. Die Farbgebung ist passend zu den zahlreichen Art-Deco-Gebäuden in der Stadt. Wirklich sehenswert, diese teils vorbildlich renovierten Häuser aus den 20er Jahren. Ansonsten gibt es an den beiden Touri-Strassen (Ocean Drive & Collins Avenue) viele kleine und große Hotels und Restaurants. Nix mit Fast Food oder irgendwelchen Ketten.

Auf dem Weg zurück nach Fort Lauderdale haben wir dann im John U. Lloyd Beach State Park angehalten, um dort einen Naturlehrpfad zu gehen. Der wurde aber schon vor einiger Zeit abgesperrt (entgegen den Informationen in der Park-Broschüre und im Internet). Leider war auch das Pier an der Einfahrt zum Port Everglades (dem Hafen von Fort Lauderdale) abgesperrt, so dass der Parkeintritt nicht kostenlos, aber komplett umsonst war :-(

Zurück in Fort Lauderdale haben wir uns dann nochmal zum Strand begeben. Nach einer halben Stunde Joggen am Strand habe ich mich dann in die kühlen Fluten des Atlantiks gestürzt.

Morgen geht's weiter nach Key West.

Miami Beach:


Ein Hotel im Stil des Art Deco:


Abkühlung im Atlantik am Strand von Fort Lauderdale:

Montag, 15. März 2010

USA 2010: 14.03., Tag 5, Fort Lauderdale

Die gute Nachricht zuerst: Heute Nacht wurde die Uhr auf Sommerzeit (Daylight Saving Time) vorgestellt, so dass der Zeitunterschied zu Deutschland nur noch 5 Stunden beträgt. Die schlechte Nachricht: Im Hotel wohnt auch eine Horde junger Leute, die irgendwie den "Spring Break" etwas vorverlegt hat und bei uns im Hotel abgestiegen ist. Zusätzlich zu der Stunde Zeitumstellung hat uns damit noch mindestens eine weitere Stunde Schlaf gefehlt :-(

Heute Vormittag haben wir unser ökologisches Gewissen etwas über Bord geworfen und eine Fahrt mit einen Propellerboot durch die Everglades gemacht. Das war sehr interessant und sehr laut. Die Landschaft mit diesen riesigen Wasserflächen und Grasbüscheln ist echt faszinierend. Aligatoren haben wir in freier Wildbahn nicht gesehen (wäre auch ein Wunder gewesen), dafür aber im angeschlossenen Tiergehege. Na ja, da darf man nicht zu anspruchsvoll sein.

Ab Mittag haben wir uns dann voll dem Shopping hingegeben. Die Sawgrass Mills Mall ist die größte Einkaufspassage Nordamerikas und das ist wirklich nicht übertrieben. Nach 6 Stunden sind wir mit vollen Tüten zurück zum Auto gewankt und hatten uns wirklich nur die Läden herausgepickt, die interessant waren. Würde man alle Geschäfte abklappern wollen, wäre man sicher Tage beschäftigt! Aber wir haben es dann pünktlich zum Sonnenuntergang zum Stand geschafft (dank der Zeitumstellung). Da gab's dann mitgebrachtes chinesisches Essen, Pizza und Sekt. Den Sekt natürlich getarnt aus Plastikbechern, denn die Sektflasche wäre am Strand nicht gut angekommen. Man muss sich halt anpassen...

In den Everglades:


Am Strand von Fort Lauderdale:

USA 2010: 13.03., Tag 4, Fahrt nach Fort Lauderdale

Wir nahmen Abschied von Orlando und sind an die Atlantikküste gefahren. Dort kann man über weite Strecken direkt über die vorgelagerten Sandinseln fahren, teilweise muss man aber dann doch zurück aufs Festland. Die Inseln sind sehr interessant, obwohl man von der Strasse aus das Meer nur teilweise sehen kann. Die Küste ist entweder bebaut / verbaut oder es wuchert urwaldähnliches Gehölz. Wir hatten unterwegs im Sebastian Inlet State Park angehalten, wo ein Fluss vom Festland die Inseln durchbricht, d.h. die Straße führt über eine große Brücke. Im State Park selbst ist die Küste naturbelassen, es gibt einen riesigen Strand und an der Flussmündung ein Pier. Ausserdem sind wir einen kurzen Naturlehrpfad gelaufen, der mitten durch den Wald und in die Mangroven führt. Das war sehr interessant, auch wenn es einseitig sehr starke Bedenken wegen der wilden Tiere und der Aligatoren gab ;-)

Besonders interessant war dann die Strasse durch Palm Beach. Dort stehen Häuser, nein: Villen, nein: Paläste, dass einen der Mund offen stehen bleibt. Riesige Gebäude, die das Grundstück möglichst ausfüllen und oft an italienische Prunkbauten erinnern. Es ist wirklich unglaublich, wieviel Geld dort wohnt. Ab Palm Beach ging es dann nur noch sehr langsam vorwärts, was einerseits am fast durch gehenden Tempo-Limit von 35 mph, andererseits auch am Samstag-Nachmittag und den vielen Strandbesuchern lag. Den Sonnenuntergang in Fort Lauderdale haben wird dann leider knapp verpasst :-(

Der Atlantik bei Melbourne (nein, nicht Australien):


Der Naturlehrpfad im Sebastian Inlet State Park:


Der Highway A1A in Palm Springs:


Ein typisches Anwesen in Palm Springs:

Samstag, 13. März 2010

USA 2010: 12.03., Tag 3, Orlando

Das Wetter war heute noch mieser als gestern. Es gab zwar keine Gewitter, aber es war teilweise richtig stürmisch und es hat vom Himmel gekübelt. Wir sind nach Cape Canaveral zum Kennedy Space Center gefahren, ca. 1 Stunde von Orlando. Die Highlights waren sicherlich der 3D-Film im IMAX-Kino und die Ausstellung zum Apollo-Programm, inklusive der Saturn-V-Rakete. Auch der Teil zu den Anfängen der Raumfahrt war sehr interessant. Den ganzen Schwung Patriotismus und Heldenverehrung muss man ertragen können, aber dann macht der Tag richtig Spass!

Das Space-Shuttle ist für den nächsten Start Anfang April bereits in Position:


Die Saturn V:


Eine originale Apollo-Kapsel: