Unser diesjähriger Wien-Ausflug im Advent hat die Erwartungen wieder voll erfüllt. Menschenmassen, Punsch und unvergleichliches Ambiente. Dieses Jahr haben wir 6 Christkindlsmärkte absolviert: a) Freyung (3x), b) Marie-Theresien-Platz, c) Karlsplatz, d) Am Hof, e) Spittelberg, f) Rathaus. Leider sind wir bereits am Nachmittag durch Museumsquartier gekommen, so dass der Markt dort leider noch geschlossen hatte, sonst wären wir auf 7 gekommen... Wir waren ausreichend auf Schusters Rappen unterwegs, am ersten Tag 20 km, am zweiten 17,5 km.
Der Spät-Spätsommer hat sich immer noch ins Zeug gelegt und so sind wir dem Nebel im Flachland entflohen. Im Prinzip war's schön sonnig, nur nicht im Schatten ;-) Wir sind an der Rosengasse bei 2°C gestartet. Der Aufstieg im Wald war steinig und kalt. Der kälteste Punkt der Wanderung war sicherlich die Seeonalm, wo selbst mittags die Sonne nicht mehr hinkam. Der kleine See neben der Alm (deshalb der Name) war schon dick zugefrohren. Brrrrr!
Oberhalb der Himmelmoosalm konnten wir erstmals den Ausblick in die Berge bewundern. Noch besser war's natürlich vom Brünnsteingipfel. Im Norden der weisse Teppich des Nebels und überall sonst blauer Himmel und Sonnenschein. Großglockner, Großvenediger, Zillertaler Alpen, Rofan, ... Am Alpenhauptkamm leuchteten die Gletscher. Eine wunderbare Aussicht bei T-Shirt-Temperaturen.
Die sportlichen Aktivitäten vom Vortag haben ihre Spuren in Form von Muskelkater hinterlassen. Deshalb ging's heute nicht hinauf in die Berge, sondern zu einer Wanderrunde am See. Wir haben wieder den Bus nach St. Gilgen genommen und sind von dort nach St. Wolfgang gelaufen. Anfangs wunderschön direkt am See, der Nebel lichtete sich langsam und die Sonne kam heraus. Bald aber verließ der Weg das Ufer und führt steil bergauf. Dieser Teil ist der Wallfahrerweg auf den Spuren des Heiligen Wolfgangs. 200 Höhenmeter weiter oben kann man eine Wallfahrtskapelle anschauen. Bevor der steile Abstieg beginnt, haben wir noch einen Abstecher zum "Aberseeblick" gemacht und in der Tat kann man von dort wunderbar auf den See schauen.
Wir sind dem Abstieg nicht bis zum See gefolgt, sondern ein Stück vorher auf den Riedersteig abgebogen. Dieser führt etwas oberhalb der Wiesen gemütlich durch den Wald, mal bergab, mal bergauf. Der Steig bietet zwei Vorteile: zum einen verläuft er sehr lauschig im Schatten und zum anderen hat man die zahlreichen Möchtegern-Wallfahrer hinter sich gelassen. Einzigster Nachteil ist halt, dass er ein Stückchen länger ist. Aber was soll's ;-)
Von St. Wolfgang ging es dann mit der Fähre zum Südufer (das hatten wir gestern mit den Fahrrädern in umgekehrter Richtung genutzt). Nach einer weiteren Dreiviertelstunde in der Sonne waren wir auch schon wieder zurück am Ausgangspunkt. Ich schätze mal, es waren heute auch mehr als 12 Kilometer, aber das werden die GPS-Daten dann genauer verraten.
Für das lange Wochenende war gutes Wetter angesagt und so sind wir am Freitag Nachmittag zum Wolfgangsee gedüst. Selbstverständlich haben wir uns in Salzburg wieder verfahren. Diesmal aber mit Hilfe des Navis und um so gründlicher. Diese Stadt ist der Wahnsinn!
Heute sind wir mit dem Bus nach St. Gilgen und mit der Seilbahn aufs Zwölferhorn gefahren. Von dort gab's beeindruckende Ausblicke zum Dachsteingletscher und in Richtung Steinernes Meer und Watzmann. Wir haben eine schöne Runde über die Illinger Alm gedreht und sind dann wieder hinunter zum Wolfgangsee gelaufen, was sich ewig gezogen hat.
Nach 1.000 Höhenmetern und sicher mehr als 10 Kilometern Weg hatten wir aber noch nicht genug und haben am späten Nachmittag noch eine Runde mit dem Fahrrad gedreht. Zuerst zur Fähre, dann hinüber nach St. Wolfgang und am See entlang über Strobl zurück zur FeWo. Das waren nochmal 16 km mit dem Rad. Das hat dann aber auch gereicht. Wir haben den Abend stilvoll mit Nudeln und einer Flasche Chianti ausklingen lassen...
Blick vom Zwölferhorn zum Wolfgangsee (Vordergrund, links St. Gilgen), Mondsee (dahinter) und Schafberg (rechts):
Illingeralm, rechts der Panoramaweg und die Pillsteinhöhe:
St. Wolfgang und das Weisse Rössl (direkt rechts neben der Kirche am See):
Aus der Wanderung auf den Mt. Piana ist leider nichts geworden. Zum einen war das Wetter schlechter als vorhergesagt (viele Wolken ab etwa 2.000 Metern) und zum anderen gab es eine riesige Wartezeit am Jeep-Taxi (mindestens 5 Wagenladungen zu je 15-20 Minuten Wegstrecke waren noch vor uns). Heute hatten wir aber schon einen Plan B in der Tasche, haben die Sextener Dolomiten nochmal zur Hälfte umrundet und sind mit der Rotwandwiesen-Seilbahn zur Rudi-Hütte (ja, richtig, die Ruuuuudi-Hütte) hinaufgefahren. Durch das Herumkurven mit dem Auto sind wir heute allerdings phänomenal spät gestartet (11:15 Uhr).
Von der Rudi-Hütte ging's auf dem Gamssteig (Weg Nr. 100) erstmal aufwärts auf dem Grat der Rotwandköpfe. Nach einer halben Stunde ging der Weg dann in einen gemütlichen Panoramaweg über. Man konnte super in die Berge schauen und auch hinüber zur Drei-Zinnen-Hütte. Die Drei Zinnen selbst waren leider in Wolken :-( Der Panoramaweg endete für unseren Geschmack leider viel zu früh und so blieb uns nur der Abstieg ins Fischleintal. Kurz vor dem Erreichen der Talschlusshütte habe ich eine silbergraue Kreuzotter gesehen, ca. 40 bis 50 cm lang. Leider war ich zu langsam, um diesen Moment fotografisch festzuhalten, deshalb hier nur ein Link zu WikiMedia Commons. Von der Talschlusshütte sind wir dann auf einem breiten Schotterweg zurück zur Seilbahn gelaufen. Insgesamt waren wir 3,5 Stunden unterwegs. Es war für den letzten Tag nochmal eine aussichtsreiche und nicht zu anstrendende Wanderung.
Der sanfte Teil des Gamssteigs:
Blick durchs Fischleintal hinüber zur Drei-Zinnen-Hütte: