Sonntag, 1. Juli 2012

USA 2012: Tag 3, 30.06., von Fort Bragg nach Klamath

So ganz haben wir den Jetlag immer noch nicht überwunden, so dass wir am heutigen Samstag schon um 07:00 Uhr zum Strand von Fort Bragg aufgebrochen sind. Wir mussten uns noch etwas die Zeit vertreiben, denn Frühstück gab's erst ab 08:30 Uhr. Wir sind dann auf der #1 weiter nach Norden gedüst. Das Wetter war hervorragend und der Nebel ein ganzes Stück draussen auf dem Meer. So gab es noch einige tolle Ausblicke auf Kaliforniens Küste, bevor der Highway ins Hinterland abgebogen ist.

Es ging quer durchs Küstengebirge. In Leggett sind wir dann mitten durch einen Baum gefahren (siehe Foto). Hier endet auch die #1 und es ging weiter auf der #101, teilweise sogar vierspurig ausgebaut. Es gibt ein Teilstück, wo man statt dem Freeway die alte Straße nehmen sollte, die "Avenue of the Giants". Hier führt die Strasse mitten durch einige Redwood-Wälder. Sehr beeindruckend! Wir haben zwei kurze Trails absolviert, wo man sich die Bäume aus der Nähe anschauen konnte. Riesig!

Das Wetter ist dann allerdings in Nieselregen und später stärkeren Regen übergegangen. Hat aber nix gemacht, denn den interessantesten Teil hatten wir da schon gesehen. Weiter nördlich kommt man dann zum Redwood Nationalpark und drei verschiedenen State Parks, die quasi alle zusammengehören. Auch hier haben wir einen Umweg von der #101 gemacht, um die Redwoods zu sehen. An Trails war wegen des Niederschlags nicht mehr zu denken :-(

Die nächsten zwei Nächte übernachten wir in einem "Cabin". Die ganze Anlage besteht aus einer Tankstelle, einem Minimarkt und 16 kleinen Bungalows, den Cabins. Ist eher rustikal und die Holzkonstruktion gibt aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit drinnen und draussen einen sehr muffigen Geruch von sich. Die erwartete Kochgelegenheit beschränkte sich auf eine einzelne Kochplatte und zwei wenig zum Kochen geeigneten Töpfe. Egal, für Nudeln mit Sauce hat's gereicht. Morgen soll das Wetter wieder brauchbar werden und wir haben vor, die Redwoods noch ein bischen anzuschauen...

Pazifik-Küste am Highway #1 nördlich von Fort Bragg, CA
Mitten durch den Baum..., CA
Avenue of the Giants, Humboldt Redwoods SP, CA

Samstag, 30. Juni 2012

USA 2012: Tag 2, 29.06., von Mill Valley nach Fort Bragg

Wie gestern schon erwähnt, war die erste Nacht nicht so toll. Da wir ohnehin nicht mehr schlafen konnten, sind wir um 05:00 Uhr aufgestanden und erstmal einkaufen gefahren. Es lebe Amerika. Wir haben im nahegelegenen Supermarkt die Grundversorgung erledigt und sind dann zurück zum Hotel, um zu "frühstücken". Im Angebot: Kaffee aus dem Kaffeeautomaten, O- und Cranberry-Saft aus einem Automaten, dazu verschiedene Gebäckstücke einzeln in Plastik verpackt (Mini-Muffins, Mini-Rosinenschnecken - süß bis zum Anschlag, weiteres Mini-Gebäck) und Müsli in Mini-Schachteln mit 1 Portion drin. Auch typisch amerikanisch, aber wegen der unglaublichen Menge an Plastikabfall irgendwie nicht so toll.

Der erste Teil der Reise besteht im Abfahren des "Pacific Coast Highways" bis nach Seattle. Diese Straße trägt über weite Strecken die #101, teilweise zweigt aber die #1 davon ab und führt noch näher an der Küste entlang. Die heutige Etappe folgte komplett dem Highway #1 von Mill Valley (wo das heruntergekommene Hotel von letzter Nacht steht) bis nach Fort Bragg. Erstes Highlight was eindeutig der Point Reyes National Seashore, einer Halbinsel, die langsam aber sicher durch den San Andreas Graben vom Festland abgetrennt wird. Eine fabelhafte hügelige Landschaft, die in Meeresnähe von großen Sanddünen bestimmt wird und irgendwie sehr an Cape Cod, Irland oder Teile Neuseelands erinnerte.

Was das Wetter betraf, so hatten wir heute alles dabei. Von Nieselregen und Wind über Nebel bis zu ausgiebigen Sonnenschein. Der Highway führte teilweise direkt am Meer entlang, auf anderen Teilstrecken auch recht weit oberhalb. Aussicht gab's wegen des Nebels nur stellenweise. Auch die Landschaft wechselte von ansprechenden Sandstränden bis zu felsigen, steilen Bereichen, aber auch gesichtloser Allerweltsküste. Zwischendurch gab's reichlich Eukalyptusbäume, so dass wir auch reichlich inhaliert haben ;-)

In Fort Bragg hatten wir ein Zimmer in einem "lovely" B&B reserviert und, man kann es nicht anders sagen, stärker könnte der Kontrast nicht sein. Wir wollten dann noch eine kleine Runde zu Fuß drehen und mal einen Blick auf den städtischen Strand werfen, aber das kann man hier total vergessen. Es ist nicht möglich, direkt von der Stadt aus ohne Auto zum Strand zu kommen. Alles abgesperrt und durch irgendwelche Firmen umzäunt. Man kommt nicht mal in die Nähe des Strands. Alle fahren brav mit dem Auto über einen einzigen Zugang zum Strand. Auch das ist wiedermal Amerika.

Point Reyes National Seashore (der Strand ist noch läääänger...), CA
Pazifik-Küste am Highway #1, CA

Freitag, 29. Juni 2012

USA 2012: Tag 1, 28.06., Anreise

Ja, der Anreisetag ist immer der stressigste Urlaubstag von allen :-( Das Flugzeug war randvoll und brauchte die vollen 12 Stunden bis San Francisco. Es waren auffallend viele Amerikaner an Bord, was sich bei der Einreise sehr positiv bemerkbar machte. Das war nämlich die kürzeste Wartezeit, die wie je erlebt haben! Die Schlange für die US-Bürger war außerordentlich lang, aber bei den Besuchern war nichts los. Noch dazu war der Einreisebeamte sehr gut gelaunt, fantastisch.

Danach ohne Probleme durch den Zoll und das Auto abgeholt. Okay, da wollte uns Alamo einen halbvollen Tank andrehen und wir sollten vollgetankt wieder abgeben. Netter Versuch, hat aber nicht geklappt! Über die Interstate 280 und den Highway #1 ging's durch San Francisco und über die Golden Gate Bridge. Wow, da hatten wir Glück, die Brücke war nur zu einem kleinem Teil im Nebel. Also sind wir doch noch mal zu dem Aussichtspunkt oberhalb der Brücke gefahren und haben in der Abenddämmerung einige Fotos geschossen. Von der Stadt selbst war überhaupt nichts zu sehen, aber die rote Stahlkonstruktion war mal wieder beeindruckend.

Das Hotel war ein paar Meilen hinter der Brücke und rückblickend muss ich sagen, dass es gut war, dass wir erst in der Dunkelheit das Zimmer bezogen haben. Morgens wurde erst so richtig sichtbar, wie heruntergekommen und eklig diese Bude ist. Brrrrr! Eindeutig das mieseste Hotel, das wir seit Jahren gesehen haben. Lustlos geführt und mit minimalstem Aufwand am Laufen gehalten. Abgesehen davon war der Straßenlärm erheblich und zusammen mit dem Jetlag war die Nacht doch sehr unruhig.



Sonntag, 27. Mai 2012

Wanderung zum Roßkopf am 26.05.2012 (Tour 03/2012)

Die Alpen-Wandersaison 2012 ist eröffnet! Zum Start haben wir eine kleine Tour am Spitzingsee unternommen. Es ging auf den Roßkopf und talwärts (ziemlich weglos) entlang des Grünsees zur Albert-Link-Hütte. Abgesehen vom stürmischen und eiskalten Wind war's ein lohnenswerter Ausflug.

Montag, 7. Mai 2012

Kurztrip ins Silicon Valley

Das lange Wochenende im Silicon Valley war wunderschön, aber extrem anstrengend. Für die paar Tage und 9 Stunden Zeitverschiebung lohnen sich die 2x12 Stunden Flug einfach nicht. Egal, wir hatten sehr gutes Wetter und haben es genutzt. Am ersten Tag haben wir uns nach dem Besuch des Google Campus' einige Salzbecken der südlichen Bay angeschaut (Alviso County Marina Park). Danach ging's auf dem Skyline Boulevard (Route 35) durchs Küstengebirge, mit herrlichen Ausblicken auf die Bay. Um den Tag noch abzurunden sind wir ein Stück auf dem Highway #1 in Richtung Süden gefahren, bis zum Half Moon Bay State Beach. Das hat zwar US$ 10 Eintritt gekostet, aber dafür gab's freie Parkplätze und einen wenig bevölkerten Strand. Alle Strände vorher waren nämlich bis zum Anschlag mit Menschen gefüllt (trotz der steifen und kühlen Brise vom Meer) und Parkplätze gab's sowieso nicht mehr.

Am letzten Tag sind wir nach San Francisco gefahren. Erster Halt war der Parkplatz an den Twin Peaks. Wow! Ein atemberaubendes Panorama über die Stadt! Leider war die Pazifikküste und die Golden Gate Bridge nicht oder nur zeitweise mal ein bischen zu sehen. Man kann nicht alles haben :-( Der Plan war dann eigentlich, vom Presidio zum nördlichen Teil des Baker Beachs zu wandern, um einen Blick von unten auf die Golden Gate Bridge zu werfen. Wegen des Nebels haben wir das spontan geändert. Wir sind mit dem Auto zum südlichen Teil des Strands gefahren und konnten zeitweise Blicke auf den ersten Pfeiler der Brücke erhaschen. Das war auch nicht schlecht. Auf dem Weg zurück bin ich leider beim Abstieg von den Klippen etwas verunfallt, aber das heilt wieder ;-) Die Fahrt über die Brücke haben wir uns dann komplett gespart und sind stattdessen durch die Lombard Street mit ihren vielen Kurven gefahren. Das war ganz witzig, abgesehen von den vielen Touris mit ihren Fotoapparaten. Weiter zum Fisherman's Wharf, der Vergnügungsmeile von San Francisco. Hier haben wir den kompletten Nachmittag verbracht. Die Seelöwen am Pier 39 waren wieder mal spärlich vertreten, aber das Gedränge der Touris hielt sich in Grenzen. Es lebe die Vorsaison!

Kinbasket Lake, British Columbia, Kanada
Mountain View, Googleplex, Building 44
Highway #1 zwischen Pacifica und Half Moon Bay
San Francisco, Blick von Twin Peaks zum Finanzbezirk, Market Street
San Francisco, Baker Beach und Golden Gate Bridge
San Francisco, Lombard Street (gegenüber der Coit Tower)
San Francisco, Blick nach Alcatraz