Sonntag, 24. März 2013

USA 2013, 24.03., Tag 11: Tallahassee

Heute haben wir's mal wieder entspannt angehen lassen. Gegen 08:00 Uhr gab es ein deftiges Gewitter, wieder mit Blitzen und eimerweise Regen. Das hat uns nicht sonderlich gestört, da wir erstmal in Ruhe gefrühstückt haben. Wir haben uns dann entschieden, das St. Marks National Wildlife Refuge, ein Naturschutzgebiet, zu besuchen. Dort kann man auf einer langen asphaltierten Straße bis zum Meer fahren. Und das ist wirklich interessant, wenn man die wechselnde Vegetation beobachtet. Von Kiefern zu Kiefern mit Palmen zu immer dünnerem Wald zu Sträuchern zu Seegras und schließlich zu Süßwassertümpeln mit Seerosen und ganz am Ende zum Golf von Mexiko. Unterwegs lohnt es sich, öfter mal anzuhalten. Wir haben einige Alligatoren gesehen, die sich in der Vormittagssonne aufgewärmt haben. Wobei das nicht wirklich notwendig war, denn das Thermometer war heute bei fast 30 Grad (Celsius, nicht Fahrenheit). Daneben gab es jede Menge Vögel und Eichhörnchen, eine Schlange und einen Waschbären. Von Bären und großen Raubkatzen zum Glück keine Spur. An längere Trails war leider nicht zu denken, da die Mücken in der feucht-schwülen Luft sehr stechfreudig waren.

Wir haben am Nachmittag noch zwei andere Abstecher zum Meer gemacht, aber das war kein Vergleich zum Naturschutzgebiet. Danach haben wir uns das Stadtzentrum von Tallahassee angeschaut. Das alte Capitol sieht ganz nett aus, das neue direkt dahinter ist ein schlichter Betonbau in Form eines Hochhauses. Na ja, nicht jedermanns Geschmack. Ansonsten gibt es über das Zentrum nichts weiter zu berichten - denn da ist nix weiter. Keine Geschäfte, nichts zum Bummeln. Auf dem Weg zum Hotel haben wir kurz in einer Mall gehalten und Abendessen geholt. Mittlerweile bilden sich schon wieder die ersten Regenzellen, aber ich hoffe, dass es nicht schon wieder Gewitter gibt.

Morgen verlassen wir Florida nördlich in Richtung Georgia. Es soll die nächsten Tage deutlich kühler werden, aber weiterhin sonnig bleiben.

Alligator im St. Marks NWR, FL
St. Marks Lighthouse, FL
Waschbär im St. Marks NWR, FL
Old Capitol (im Hintergrund das New Capitol), Tallahassee, FL

USA 2013, 23.03., Tag 10: von Apalachicola nach Tallahassee

Das schlechte Wetter hat uns bereits heute Morgen eingeholt. Wir haben einen Abstecher nach St. George Island gemacht (über eine kilometerlange Brücke). Dort hatte der Wind die Regenwolken ein wenig vertrieben. Der Strand war toll, aber einen größeren Spaziergang haben wir uns erspart. Interessant war der Besuch des Leuchtturms, inklusive ausführlicher Erklärungen der Einheimischen.

Unser Weg führte uns über die US 98 weiter nach Nordosten. Am Nachmittag haben wir uns den Wakulla Springs State Park angeschaut, wo eine riesige Quelle zu bestaunen ist. An der Quelle beginnt ein Fluss, auf dem auch Bootsfahrten angeboten werden. Das war dann der enttäuschende Teil. Ausgerechnet heute hatte der State Park eine Feier für seine freiwilligen Helfer organisiert und die hatten Priorität bei den Bootstouren. Wir wurden erst von 13:20 auf 14:00 Uhr verschoben und dann nochmal auf 14:40 Uhr. Und dann wurde die Tour abgesagt, weil ein dickes Gewitter hereinbrach. In der Zeit hätten wir auch etwas anderes machen können, echt ärgerlich.

Seit dem rauscht hier ein Gewitter nach dem anderen durch. Außerdem könnte es heute Abend oder Nacht auch Tornados geben. Hoffen wir mal, dass es einigermaßen ruhig bleibt...

St. George Island SP, FL
Wakulla Springs SP, FL
Bärenwarnung an der US 98, FL

Samstag, 23. März 2013

USA 2013, 22.03., Tag 9: von Pensacola nach Apalachicola

Wir sind heute entlang der Golfküste ostwärts gefahren. Immer auf der US 98 entlang. Das Wetter hat gehalten, aber es war sehr viel Wind heute. Die Fahrt hat länger gedauert als gedacht, da insbesondere zwischen Pensacola und Panama City sehr viel Verkehr und unzählige Ampeln waren. In Destin haben wir mittags in einem Outlet Center Halt gemacht. Da gab es endlich mal einen vernünftigen Buchladen. Es ist schon wirklich auffällig, dass die Bücherläden hier in den USA immer weniger werden - und das nicht erst seit der Pleite von Borders Books. Wird halt alles online gekauft. Ich fürchte, da wird sich unser Buchhandel in den nächsten Jahren wohl noch umstellen müssen.

Unterwegs haben wir nur wenige Strände angeschaut. Es war einfach zu windig. Wir sind am Nachmittag wieder zur Ostküsten-Zeit zurückgekehrt und haben eine Stunde verloren. Morgen geht es weiter nach Tallahassee, Floridas Hauptstadt. Die Gewitter-Warnung für morgen steht noch...

Highway 399, Santa Rosa Island, FL
Sicherheitsdienst im Outlet Center, Destin, FL
St. Joseph Peninsula, FL

Freitag, 22. März 2013

USA 2013, 21.03., Tag 8: Pensacola

Am Vormittag haben wir die "Naval Air Station" in Pensacola besucht, genauer gesagt das "Museum of Naval Aviation". Es handelt sich dabei um ein riesiges Flugzeug-Museum der US Navy. Das Museum ist kostenlos, denn es handelt sich hier um eine überdimensionale Werbeveranstaltung. Aber man muss sagen, dass das Museum wirklich Spitzenklasse ist. Man muss halt das Pathos ausblenden und sich auf das Technische beschränken. Neben den Flugzeugen sind übrigens auch einige Exponate zur Raumfahrt ausgestellt, wie z.B. eine originale Apollo-Kapsel. Klar, einerseits waren viele Astronauten vorher Navy-Offiziere, andererseits hat die Navy auch direkt ihren Beitrag zum Mondlandeprogramm geleistet, indem sie die Astronauten am Ende aus dem Ozean gefischt hat.

Direkt gegenüber vom Museum steht ein großer, um nicht zu sagen Floridas größter Leuchtturm. Gegen ein Entgeld darf man den auch besteigen, was sich wegen des wunderbaren Überblicks über die flache Landschaft auf jeden Fall lohnt. Neben der Bucht von Pensacola kann man auch das Flugfeld der Navy-Jets sehr gut sehen.

Für den Nachmittag hatten wir wieder Natur und Geschichte eingeplant. Es ging zum "Gulf Island National Seashore", einem Schutzgebiet, in dem u.a. auch ein altes Fort zur Bewachung der Bucht steht. Fort Pickens kann man sich in alles Details anschauen und es ist wirklich interessant, was die Sklaven im Laufe der Zeit hier so erbauen durften. Eine Ecke des Forts fehlt leider, aber das war eher ein tragisches Feuer in der Pulverkammer als ein feindlicher Beschuß. Umrahmt wird das ganze von weißen Sandstränden, die wegen des Schutzgebiets nicht mit zehnstöckigen Betonklötzen verschandelt werden konnten. Der Sand ist so fein und so weiß, dass man meinen könnte, es wäre Schnee (okay, der Vergleich ist im Moment nicht so angebracht, tut mir leid). Das Wasser im Golf von Mexiko ist in den ersten Minuten doch recht frisch, aber man gewöhnt sich daran (oder spürt es einfach nicht mehr). Bis zu den Knien waren wir beide drin, die Hose auch ein Stückchen weiter.

Morgen geht es ostwärts an der Küste entlang. Für den Abend und den Samstag haben sie teils heftige Gewitter angesagt. Ich hoffe, dass uns das nicht komplett erwischt.

Museum of Naval Aviation, Pensacola, FL
Pensacola Lighthouse, Pensacola, FL
Gulf Islands NS, Fort Pickens section, FL

Mittwoch, 20. März 2013

USA 2013, 20.03., Tag 7: von Huntsville nach Pensacola

Wir haben heute Alabama verlassen und sind auf der Interstate 65 nach Süden gedüst. Nach zahlreichen Meilen sind wir bereits am frühen Nachmittag in Pensacola angekommen. Den vorhergesagten Regen haben wir nicht mehr gesehen, aber stattdessen ist die Sonne herausgekommen. Wir haben einen kurzen Abstecher an die Küste unternommen und am Strand eine kurze Runde zu Fuß gedreht. Der Wind war noch recht frisch, aber bei Sonnenschein auszuhalten ;-)

Am Abend haben wir noch im Hotel Wäsche gewaschen. 2 Ladungen und dann alles zusammen durch den Trockner. Sieht soweit gut aus, außer das eines meiner neuen T-Shirts jetzt mindestens eine Nummer kleiner ist :-(

Auf der I-65 in Alabama
Golf von Mexiko, Perdido Key, AL
Golf von Mexiko, Perdido Key, AL
Abendessen...