Donnerstag, 25. Juni 2009

USA 2009: 24.06., Tag 18, Newport, RI

Heute gab's nur Wolken und Sprühregen, der aber erst einsetzte, als wir schon auf dem Rückweg zum Hotel waren. Alles in allem also ein guter Tag. Heute blieb das Auto mal stehen und wir waren zu Fuss unterwegs. Wir hatten uns den Cliff Walk vorgenommen, ein gut 6 km langer Weg oberhalb des Meeres, direkt an den Klippen und unterhalb der Herrenhäuser, die hier liebevoll Mansions oder Cottages genannt werden. Man darf sich das aber nicht zu niedlich vorstellen, denn in Wirklichkeit sind das eher prunkvolle Paläste. Ende des 19. Jahrhunderts hatte sich hier in Newport nämlich der New Yorker Geldadel niedergelassen, teilweise mit dem kompletten Hausstand, meist aber nur zur Sommerfrische. Wir haben uns unter den zahlreichen Optionen der Besichtigung für ein Combi-Ticket für 2 Häuser entschieden und haben uns "The Breaker" (von Eisenbahn-König Vanderbilt) und "Rosecliff" (die Ballsaal-Szene in "True Lies" mit Schwarzenegger wurde dort gedreht) angesehen. Drinnen durfte man leider keine Fotos machen, aber auch die Bilder von aussen vermitteln einen guten ersten Eindruck.

Für die Besichtigung der Häuser haben wir immer einen kleinen Abstecher vom Cliff Walk gemacht, sind aber immer wieder auf diesen zurückgekehrt und sind ihn bis zum Ende gelaufen. Anfangs übrigens ein netter asphaltierter Fussweg, später ging's nur noch über Felsen. Am Ende des Weges haben wir dann glücklicherweise einen Bus in Richtung Stadtmitte (Downtown genannt) erwischt, so dass wir uns etwa 1 Stunde Fussmarsch erspart haben. Dort gab es nicht sonderlich viel zu sehen, eine alte Strasse mit Kopfsteinpflaster, ein mit Geschäften verbautes Pier im Hafen und alles, was man anderswo auch schon mal irgendwie so oder ähnlich gesehen hatte.

Morgen geht es dann weiter zur letzten Station unserer Rundreise: New York City. Da das Internet dort im Hotel nicht mehr kostenlos sein wird (mit anderen Worten unverschämt teuer) und ich nicht weiss, ob ich irgendwie an einen kostenlosen Zugang kommen werde, könnte es sein, dass es die nächsten Tage erstmal keine neuen Einträge geben wird. Die Informationen werden aber in jedem Fall nachgereicht !!!

The Breakers:


Rosecliff:


Der Cliff Walk im hinteren Teil:

USA 2009: 23.06., Tag 17, Fahrt von Falmouth nach Newport, RI

Heute gab's mal wieder --- richtig, Regen! Wir sind von Cape Cod nach Rhode Island gefahren und haben in Fall River, Massachusetts, angehalten, denn da gibt's ein tolles Schiffsmuseum. Genauer gesagt kann man dort zwei Zerstörer und ein U-Boot besichtigen, die während des 2. Weltkriegs gebaut wurden. Und als besonderes Schmankerl gibt's noch die "Hiddensee" zu bewundern. Das klingt sehr deutsch und das ist es auch. Es handelt sich um ein Küstenschutzboot der NVA, damals gebaut in Leningrad. Dieses Schiff hatte die Bundeswehr aus NVA-Beständen übernommen und im Jahr 1991 an die US Navy verkauft. Und obendrein gab's nach 90 Tage Ausbildung für unsere amerikanischen Freunde hier vor Ort, durchgeführt von Bundeswehr-Leuten. All das und noch viel mehr kann man in den Kopien der Verträge nachlesen, welche damals zwischen dem deutschen Verteidigungsministerium und der US Navy geschlossen wurden und die als "Dokumentationsmaterial" auf dem Schiff präsentiert werden. Sehr interessant.

Angekommen in Newport haben wir unser Zimmer im Hotel bezogen und sind nach mit dem Auto noch eine Erkundungsrunde gefahren. Am südlichen Ende von Newport gibt es den sogenannten Ocean Drive. Diese Strasse schlängelt sich zwischen den schicken Häusern entlang, welche direkt über dem Meer stehen. Weiter westlich wurde der Fort Adams State Park eingerichtet. Von dort aus hat man einen herrlichen Blick über die Bucht und die grosse Brücke von Newport.

Fall River, Battleship Cove, USS Massachusetts (im Hintergrund die grosse Brücke über die Bucht von Fall River, Interstate 195):


Fall River, Battleship Cove, U-Boot:


Newport, Fort Adams State Park, Blick auf die Newport Bridge:

Montag, 22. Juni 2009

USA 2009: 22.06., Tag 16, Falmouth, MA

Das Wetter ist heute ungeniessbar: Sturm und Regenschauer. Wir haben eine Runde mit dem Auto gedreht und sind an einem Strand mal kurz ausgestiegen. Das hat dann auch gereicht, denn wir sind fast weggeflogen! Kurzum: heute gibt's nix Neues zu berichten. Morgen beziehen wir wieder ein neues Hotel, diesmal in Newport, Rhode Island.

Lebende Hummer in einem ganz normalen Supermarkt:

USA 2009: 21.06., Tag 15, Falmouth, MA

Der Wetterbericht sagte Schauer und Wind vorher. Die gute Nachricht ist, dass es von den Schauern nur sehr wenige gab; die schlechte, dass es vom Wind reichlich gab. Bei Windstärke 4 bis 5 macht so ein Strandspaziergang nicht wirklich Spass. Ach ja, und das ist die zweite gute Nachricht: auf Grund des bescheidenen Wetters war der Eintritt zu den Stränden im "Cape Cod National Seashore" (hat fast den gleichen Status wie ein Nationalpark) kostenlos! Das kostet sonst immerhin stolze $15,00. Und zwar für jeden Stand einzeln!

Also haben wir die Chance genutzt und haben uns eine ganze Reihe von Stränden angeschaut. Aber mehr als ein paar Schritte im Sand und ein paar Fotos waren nicht drin. Die Wellen waren heute ordentlich hoch und die Wassertemperatur des Nordatlantiks ist ohnehin indiskutabel. Wir haben dann noch zwei Mini-Wanderungen gemacht und die waren sehr interessant. Ansonsten haben wir die Insel erkundet und sind bis zum Ende nach Provincetown gefahren. Als Zwischenstand kann ich sagen, dass wir die ersten 2.000 Meilen jetzt voll haben (3.200 km).

Trotz des schlechten Wetters war heute wieder sehr viel Verkehr auf den Strassen unterwegs. Cape Cod ist wirklich eine richtig tolle Insel, auf der man wahnsinnig viel unternehmen kann. Wenn ich mir aber vorstelle, was hier zur Hochsaison im Juli und August abgehen muss, kann das unmöglich noch Spass machen. Hier machen jedes Jahr Millionen von Amerikanern Urlaub. Und das merkt man bereits jetzt, wo die Saison gerade erst beginnt.

Der Massentourismus bringt allerdings auch noch einen anderen Nachteil mit sich. Der Service und die Freundlichkeit der Leute lässt hier merklich nach. Das Hotel ist teurer als der Durchschnitt unserer anderen Hotels und sollte dem Standard nach auch besser sein. Aber Fehlanzeige. Der Teppich könnte mal wieder gesaugt werden und es wäre auch von Vorteil, wenn man mal die alten Spinnweben an der Decke entfernen könnte. Die nicht vorhandene Freundlichkeit des Hotel-Personals spricht für sich. Selbst die Angestellten in den Fast-Food-Buden sind weit weniger freundlich als anderswo. Auch das mussten wir heute Abend schmerzlich feststellen. Irgendwie ist das überall auf der Welt gleich: da wo Massen von Touristen auftauchen, lassen Freundlichkeit und Service sofort nach. Warum eigentlich?

Nauset Light Beach:


Atlantic White Cedar Swamp Trail: Da gab's Zedern im Sumpf...

Sonntag, 21. Juni 2009

USA 2009: 20.06., Tag 14, Fahrt von Conway nach Falmouth, MA

Heute war wieder ein Hotelwechsel angesagt und wir sind von den White Mountains in New Hampshire nach Falmouth auf Cape Cod gefahren. Die Fahrt war anstrengend, weil sehr viel Verkehr war - mehr, als wir gedacht hatten. Schliesslich mussten wir quer durch New Hampshire und Massachusetts. Die Interstates waren voll und selbst hier auf Cape Cod waren massenhaft Wochenendausflügler unterwegs. Samstag halt. Da das Wetter heute recht gut war (viel besser als die Vorhersage), haben wir am Nachmittag eine Runde durch Falmouth gedreht. Und das zu Fuss, denn hier gibt's sogar Gehwege. Wenn auch nicht überall, meist nur auf einer Strassenseite und oft in jämmerlichem Zustand. Nach dem Strand haben wir uns den Hafen angeschaut und in der Mitte der Stadt war irgendeine Veranstaltung mit Kunsthandwerk und Musik in verschiedenen Zelten. Das war ganz witzig. Nach dem Abendessen im Hotelzimmer sind wir nochmal mit dem Auto losgefahren und haben uns bis an den südöstlichsten Punkt der Insel vorgearbeitet. Dort gab's einen wunderbaren Strand, Wellen und eine Leuchtturm. Wie im Bilderbuch.

Auf dem Rückweg waren wir mal wieder tanken. Was soll ich sagen, $2,55 für eine Gallone (3,8 Liter). Da mag man nicht mehr an die Benzinpreise in Europa denken :-(

Die Bourne-Brücke nach Cape Cod:


Ein Hase in einem Vorgarten in Falmouth:


Der Strand bei Chatham an der Ostküste von Cape Cod: