Montag, 11. April 2011

Neuseeland 2011: Tag 27, 11.04., Taupo

Nach der gestrigen Tour haben wir es heute mal ruhig angehen lassen. Vormittags haben wir uns die "Craters of the Moon" angeschaut, eine dampfende und blubbernde Landschaft. Mittags ein Bummel durch Taupo und am Nachmittag noch die "Huka Falls" (Stromschnellen und Wasserfall), sowie weiter unten am Fluß die "Aratiatia Rapids" (Stromschnellen). Letztere liegen direkt hinter einem Wasserkraftwerk und mehrmals am Tag werden für die Touri's die Schleusen geöffnet. Echt beeindruckend!

Morgen geht's weiter über Rotorua (mit Besuch des "Wai-O-Tapu Thermal Wonderland") zur Coromandel-Halbinsel. Immer in Richtung Norden ;-)

Craters of the Moon:


Lake Taupo und die Vulkane am Horizont:


Huka Falls:


Abendessen!

Sonntag, 10. April 2011

Neuseeland 2011: Tag 26, 10.04., Tongariro Alpine Crossing

Die Kurzfassung: 05:45 Uhr Wecken, 06:25 im Auto, 07:25 Parkplatz am Ende der Tour, 07:45 Shuttle-Bus, 08:30 Start, 15:00 Uhr geschafft!

Das Wetter war nicht so gut wie angesagt. In Taupo war es heute Morgen komplett bewölkt, aber die Aufstiegsseite zu den Vulkanen war frei. Man läuft etwa 1 h mit geringem Anstieg bis zu den "Soda Springs". Es folgt der erste Anstieg zum "South Crater", denn man nach einer weiteren Stunde erreicht. Allerdings kann man hier nicht in einen Krater hininschauen, sondern man läuft vielmehr ebenerdig mitten durch ein aufgeschüttetes Loch. Hier kam dann schon gut Wind auf. Nach einem weiteren Anstieg gelangt man zum "Red Crater" (eine weitere Stunde später). Der Wind wurde merklich stärker und war eiskalt. Wir haben alles angezogen, was wir dabei hatten (Sandra hat es auf 5 Schichten gebracht). Der rote Krater ist wirklich was zum reinschauen. Und rot ist er ausserdem. An der gegenüberliegenden Seite sieht man kleine Wölkchen aufsteigen. Dass das keine heisse Luft ist, merkt man recht schnell am Gestank. Faule Eier. Lecker Schwefel. Der rote Krater markiert auch den höchsten Punkt der Tour. Man hat fantastische Ausblicke auf den benachbarten und schneeverzierten Vulkan, sowie auf die Seen, die am Wegesrand folgen. Die drei "Emerald Lakes" sind grünlich gefärbt (mit gelbem Rand - das Wasser sollte man nicht trinken) und heben sich herrlich vom schwarzen Lava-Hintergrund ab. Weiter hinten kommt dann noch der "Blue Lake", der blaue See.

Der Abstieg vom "Red Crater" ist der schwierigste Teil der gesamten Strecke. Er ist steil und besteht nur aus kleinem, losen Geröll und Lava-Sand. Zum Glück hatten wir uns Wanderstöcke geliehen, die hier unheimlich hilfreich waren. Kurz vor dem "Blue Lake" haben uns dann leider die Wolken eingeholt. Auf dem Weg folgt dann eine Hütte (nicht zu vergleichen mit den Hütten in den Alpen, mehr eine Art unbetreutes Nachtlager). Irgendwann sind wir dann durch die Wolkenschicht nach unten durchgestossen und auch der Wind liess nach. Der Abstieg dauert insgsamt 3,5 h und hat sich ewig hingezogen. Man läuft endlos durch eine baumlose, eher heideartige Landschaft. Die letzte Stunde geht's dann durch den Urwald. Nach 19,4 km erreicht man den Parkplatz am Ende des Tracks. Dort haben dann schon ca. 30 Leute herumgesessen, die auf ihr Shuttle gewartet haben oder besser gesagt: warten mussten. Wir haben uns indes erstmal jeder eine Dose gegönnt (bei mir mit anschliessendem Zucker-Flash, bei Sandra ohne) und sind mit dem Auto davongedüst. Ätsch!

Der erste Abschnitt des Aufstiegs:


Blick vom Red Crater zu den Emerald Lakes:


Blick zurück auf den Red Crater (ja, der Weg geht über den rechten Kraterrand genau drüber) und den Nt. Ngauruhoe (links im Hintergrund mit den Schneeresten):


Der lange und verschlungene Rückweg:

Samstag, 9. April 2011

Neuseeland 2011: Tag 25, 09.04., von Wellington nach Taupo

Heute sind wir von Wellington nach Taupo gedüst. Die 400 km ziehen sich ganz schön... Interessant wird die Landschaft erst wieder, wenn man den Tongariro Nationalpark erreicht. Da steht plötzlich ein riesiger schneebedeckter Vulkan in der Landschaft. Und dann noch einer. Wirklich beeindruckend.

Morgen wollen wir die ultimative Tagestour im Nationalpark wagen: "Tongariro Alpine Crossing". 19 km lang, höchster Punkt auf 1.886 m, direkt zwischen den Vulkanen Mt. Tongariro und Mt. Ngauruhoe hindurch. Da es keine Rundtour ist, haben wir heute schon unseren Transfer gebucht. Abgeholt werden wir 07:45 Uhr vom Endpunkt der Tour (dann Transfer zum Anfang). Von Taupo müssen wir aber vorher noch eine gute Stunde fahren, d.h. Wecken ist morgen schon vor 06:00 Uhr :-(

Mount Ruapehu:


Mount Ngauruhoe:

Donnerstag, 7. April 2011

Neuseeland 2011: Tag 24, 08.04., Wellington

Der Wetterbericht hatte sich heute geirrt. Eigentlich sollte es regnen und Sturmböen geben. Stattdessen gab es einen Mix aus Sonne und Wolken. Weiter östlich (z.B. Cape Palliser) hat es aber tatsächlich geregnet.

Wir haben unseren Stadtrundgang beim Parlamentsgebäude, dem Bienenstock (Beehive) begonnen. Das Ding sieht merkwürdig aus. Danach ging's durch drei verschiedene Kirchen, wobei die letzte am interessantesten war. Erbaut in den 1860ern und komplett aus Holz. Absolut sehenswert.

Nach einem kurzen Imbiss zum Mittag waren wir den Rest des Nachmittags im "Te Papa", dem neuseeländischen Nationalmuseum. Hier gibt es jede Menge zu sehen, von Flora und Fauna, über die Naturgewalten auf den Inseln, der Siedlungsgeschichte der Maori und der jüngeren Geschichte der europäischen Siedler bis zu Kunst und Kultur. Besonders interssant waren das Erbebenhaus (Simulation eines Bebens der Stärke 5.0 - im Museum lustig, im echten Leben sicherlich erschreckend), eine konservierte Riesenkrake (mehr als 4 Meter lang) und die Ausstellung zur Geschichte des 20. Jahrhunderts, inkl. des Kurzfilms "Golden Days". Das "Te Papa" ist ein riesiges Museum, in dem man leicht zwei volle Tage verbringen könnte. Und das Erstaunlichste daran: es ist komplett kostenlos! Hier sollte man unbedingt einen Besuch einplanen, wenn man in Wellington ist.

Morgen geht's weiter ins Herz der Nordinsel, nach Taupo. Gelegen an einem riesigen See, entstanden durch einen zusammengefallenen Vulkan...

Auf Kirchentour...:


Das Parlamentsgebäude ("Beehive"):


Im Te Papa:


Alkoholfreie Zone in Wellington (große Ausnahme hier: Restaurants und Bars dürfen ihre Tische rausstellen und Alkohol servieren - kein Problem):

Neuseeland 2011: Tag 23, 07.04., Cape Palliser

Von Wellington aus benötigt man zum südlichsten Punkt der Nordinsel gute 2 Stunden. Man fährt dabei den ersten Teil auf der Autobahn (Highway #1, später #2). Autobahnfahren auf der linken Seite ist nochmal eine interessante Erfahrung. Hat man den Großraum Wellington hinter sich gelassen, werden die Autos schnell weniger und die Landschaft interessanter. Die letzten Kilometer vor dem Kap Palliser sind die aber abwechslungsreichsten. Es gibt zwischendurch zwei Teilstücke, die nicht geteert sind, da sie regelmäßig entweder vom Meer oder den morschen Geröllhügeln auf der anderen Straßenseite weggerissen werden. Nach der letzten Ortschaft gibt's nur noch Schotterpiste, an den Engstellen nur einspurig.

Direkt vor dem Kap ist eine große Kolonie von Robben (oder Seelöwen ???). Die Tiere liegen aber nicht auf den Felsen oder am Stand, sondern auf der Wiese. Und das direkt bis zur Straße, einzelne Tierchen auch auf der anderen Seite. Man kann bzw. muss mit dem Auto dicht vorbeifahren, ohne dass es die Robben sonderlich stören würde. Putzige Gesellen, aber die Zähne sehen sehr spitz aus.

Am Kap steht auf einer Anhöhe ein Leuchtturm, zu dem man auf einer endlosen Holztreppe (250 Stufen!) gelangt. Der Wind hat uns fast weggeweht. Heute war das Meer deutlich aufgewühlter als gestern und der Wind viel stärker. Bin ich froh, dass wir gestern schon die Überfahrt hinter uns gebracht haben... Wir waren eine gute Stunde am Kap und die Scheiben vom Auto hatten schon einen zarten Salzüberzug. Bei der Brandung kein Wunder. Den Leuten in den Ortschaften dort müssen die Autos doch unterm Hintern wegrosten.

Am Nachmittag haben wir noch eine Runde zu Fuß in Wellington gedreht. Wir sind mit der Standseilbahn zum Botanischen Garten hinauf gefahren. Leider hat es dann angefangen zu regnen, so dass wir unseren Spaziergang abkürzen mussten :-(

Robben am Straßenrand:


Leuchtturm am Cape Palliser (mit Holztreppe):


Wellington Cable Car:


Botanischer Garten, Duck Pond:


Wellington bei Nacht: