Sonntag, 17. März 2013

USA 2013, 17.03., Tag 4: Atlanta

Der Vormittag stand ganz im Zeichen der Geschichte. Nicht unserer, sondern logischerweise eher der amerikanischen. Quer durch ein sehr zweifelhaftes Viertel sind wir zur "Martin Luther King Jr. National Historic Site" gelaufen. Dort waren dann wieder busweise Leute unterwegs. Die Kirche, in der MLK Jr. und auch schon sein Vater gepredigt haben, kann man nur von außen anschauen. Direkt daneben wurde ein richtig großer Komplex, das MLK-Zentrum, erbaut. Dazu gehören auch die "Ewige Flamme" und sein Grab. Im Zentrum selbst gibt es einige Ausstellungsstücke aus seinem und dem Leben seiner Frau zu sehen. Ein Stückchen die Straße rauf steht dann auch sein Geburtshaus und nebenan der obligatorische Souvenirladen  Gegenüber vom MLK-Zentrum ist nochmal eine Ausstellung zum Kampf der Farbigen um ihre Gleichberechtigung zu besichtigen. Eine wirklich sehr gut gemachte Ausstellung, die bewegt.

Zurück ins Zentrum haben wir dann einen anderen Weg gewählt. Der war zwar nur einen Block weit weg, aber die Gegend schien doch um einiges sicherer. Mittag haben wir wieder bei CNN Station gemacht, aber nur des Essens wegen. Der Weg zu Coca Cola war etwas schwierig, da heute ein Marathon mitten durch die Stadt ging und der nette Park teilweise abgesperrt war. Bei Coca Cola gab es verschiedene Dinge anzuschauen. Sie versuchen dort, das geheime Rezept regelrecht zu mystifizieren. Es ist typisch amerikanisch auf Show getrimmt, kurzweilig und unterhaltsam. Am Ende des Rundgangs steht dann der "Tasting Room", der aus diversen Zapfanlagen besteht. Man kann mehr als 60 Getränke des Konzerns von verschiedenen Kontinenten probieren. Und man kann probieren, soviel man will. D.h. so viel, bis einem schlecht wird. Und das wird es garantiert! Unser Fazit ist, dass die europäischen Geschmacksrichtungen immer noch am wenigsten süß schmecken. Gut, einiges von dem anderen Zeug dürfte bei uns wegen der bunten Zusätze ganz sicher nicht verkauft werden... Deutschland ist an den Zapfhähnen übrigens mit "Mezzo Mix" vertreten. Der obligatorische Laden vor dem Ausgang ist wirklich gigantisch und man bekommt alles, worauf man irgendwie "Coca Cola" drucken kann.

Zurück im Hotel genießen wir am Pool noch ein wenig die Wärme. Die nächsten Tage geht es hier mit dem Wetter rapide bergab. Nix mehr mit über 20 Grad und Sonnenschein, eher deutlich kühler mit Regen und Gewittern. Wir werden noch ein bisschen entspannen und dann heute Abend die Koffer packen. Morgen früh geht es mit der U-Bahn zurück zum Flughafen. Wir holen das Auto und düsen nordwestlich nach Alabama hinein. Nebenbei überschreiten wir dann auch eine Zeitzone, d.h. der Tag ist morgen eine Stunde länger für uns.

Geburtshaus von Dr. Martin Luther King Jr., Atlanta, GA
World of Coca Cola, Atlanta, GA
Tasting Room, World of Coca Cola, Atlanta, GA

Samstag, 16. März 2013

USA 2013, 16.03., Tag 3: Atlanta

Samstag ist irgendwie alles anders. Selbst nach 07:00 Uhr gibt es im Food Court noch kein Frühstück. Der direkte Weg dorthin war heute Morgen auch noch verschlossen, so dass wir den Umweg durchs benachbarte Hyatt nehmen mussten. Auch ein schönes Hotel, ein wenig stilvoller und eleganter. Das machte sich auch beim Publikum bemerkbar. Dort liefen haufenweise (weiße!) Mittel- und Endzwanziger in Uniformen umher, mit einem Emblem und dem Schriftzug "Future Leader of the American Economy" (etwa "Zukünftiger Anführer der amerikanischen Wirtschaft") - echt zum Erbrechen. Bei uns im Marriott sind am Wochenende eher Farbige unterwegs, die deutlich entspannter drauf sind als die Gäste im Hyatt. Überhaupt ist man in Atlanta meist zwischen "African Americans" (so der politisch korrekte Ausdruck) unterwegs. Nimmt man die anderen ethnischen Gruppen noch dazu, ist es sicher erstmal überraschend, wenn man in den USA als Weißer plötzlich in der Minderheit ist.

Wir sind dann morgens mit dem Bus (ein echtes Abenteuer) zum Atlanta History Center gefahren. Dort sollte es möglich sein, ein schönes Herrenhaus und eine alte Farm zu besichtigen. Ersteres war heute aus unerfindlichen Gründen nicht möglich. Die Farm war aber ganz interessant. Jede Menge Freiwilliger waren dort damit beschäftigt, der Szenerie eine gehörige Portion Authentizität zu verpassen. Also insgesamt waren deutlich mehr Freiwillige als Besucher anzutreffen... Das zugehörige Museum war richtig groß, thematisch für uns aber nicht so interessant. Insgesamt war der Ausflug eher enttäuschend.

Anschließend sind wir zur Lenox Square Mall gelaufen. Der Weg hat sich ganz schön gezogen! Die Mall ist im Zentrum von Buckhead und hier fühlt man sich plötzlich im Zentrum einer eigenen Stadt, mit eigenen Hochhäusern und der ganzen Infrastruktur. Die Mall bietet viel Bekleidung, einiges auch im oberen/obersten Preissegment. Sehr zu empfehlen ist auf jeden Fall der Food Court im Untergeschoss ;-)

Auf dem Rückweg (mit der U-Bahn) haben wir einen Zwischenstopp beim Margaret Mitchell House gemacht. Margaret Mitchell war die Autorin des Südstaaten-Romans "Vom Winde verweht" ("Gone with the Wind"), die Älteren werden sich erinnern. Das Museum ist typisch amerikanisch: MM hat nur einige Jahre hier gelebt, jedenfalls ist sie ausgezogen bevor das Buch veröffentlicht wurde, sie hatte auch nur eine Wohnung in diesem Haus und hat nie das ganze Haus bewohnt, die Möbel sind alle nicht von ihr, die meisten Möbel sind nicht mal original sondern Nachbauten, usw. Wieder ein enttäuschender Abstecher. Nur für ganz große Fans zu empfehlen. Wenn überhaupt.

Zurück im Zentrum haben wir uns noch Underground Atlanta angeschaut. Das ist eine unterirdische Ansammlung von Geschäften und Restaurants. Das war cool! Ein echt interessantes Flair und eher alternative Läden und Leute. Da hat das Bummeln echt Spaß gemacht. Auf dem Rückweg zum Hotel haben wir die Ausläufer des St. Patrick's Day mitbekommen. Irgendwie muss ja in den meisten Amerikanern ein Tröpfchen irisches Blut stecken, wenn man sich das so anschaut.

Swan House, Atlanta History Center, Atlanta, GA
Margaret Mitchell House, Atlanta, GA
Underground Atlanta, Atlanta, GA

USA 2013, 15.03., Tag 2: Atlanta

Frühstück gab's heute im hoteleigenen Starbucks (erinnert mich schwer an das grandiose Hotel damals in Las Vegas...). Es war sehr vorteilhaft, dass der Starbucks schon um 06:00 Uhr öffnet, denn der Jetlag ist noch nicht überwunden. Wir haben uns dann als ersten auf den Weg zu CNN gemacht. Wow, von aussen ist das Gebäude eher unscheinbar, aber innen überwältigend. Ein riesiges Atrium, unten Geschäfte und Fast Food, die anderen Etagen gehören an zwei Seiten zu einem Hotel und der Rest alles zu CNN. Die Tour beginnt mit der obligatorischen Sicherheitskontrolle (Taschen, Rucksäcke, Metalldetektor). Auf der längsten freitragenden Rolltreppe (8 Stockwerke!) geht es nach oben. Am interessantesten war der Blick ins Live-Studio von CNN (einfach durch eine verglaste Wand - von beiden Seiten durchsichtig) und in den Redaktionsraum, wo die Nachrichten "gemacht" werden (mit Platz für bis zu 100 Leute). Es war schon erstaunlich, dass im Studio nur 2 Personen sind, der/die Moderator/in und ein Assistent. Kein Kameramann. Die ganze Technik wird ferngesteuert aus einem Kontrollraum.

Danach haben wir uns das Aquarium angesehen. Auch hier mussten wir durch eine Sicherheitskontrolle. Safety first! Das Highlight des Aquariums sind die 3 Walhaie, die mit riesigen Manta-Rochen und tausenden anderen Fischen in einem riesigen Becken schwimmen. Neben einem sehr geräumigen Glastunnel bietet das Becken die größte Glaswand, die wir je gesehen haben. Mindestens 6 m hoch und 25 m breit. Man könnte stundenlang davorsitzen und zuschauen. Mittags hatten wir Karten für die Delfin-Show. Nicht vergleichbar mit den Shows, die wir bisher gesehen haben. Eher ein Event zwischen Oper und Disney-Musical. Die Vorführungen der Delfine waren toll und nach einer halben Stunde war's auch schon wieder vorbei.

Im Aquarium gibt es leider nur ein einziges Selbstbedienungsrestaurant und die Essensbeschaffung war ein Alptraum. Und teuer außerdem. Was soll's, man hat ja leider keine Wahl. Nach den Streichelbecken (die Rochen fühlen sich wie Neopren an) haben wir uns noch die Fütterung der Rotfeuerfische angeschaut. Leider war es im Aquarium am Nachmittag so voll, dass es keinen Spaß mehr gemacht hat. Auf dem Weg zurück zum Hotel haben wir noch ein wenig das Zentrum von Atlanta erkundet. Aber wirklich nur ein wenig, denn viel gibt es nicht zu sehen. Downtown ist sehr übersichtlich. Nach einem kurzen Bad im Pool haben wir uns wieder im Food Court mit Abendessen versorgt.

CNN Center, Atlanta, GA
Georgia Aquarium, Atlanta, GA
Georgia Aquarium, Atlanta, GA
Marriott Marquis Hotel, Atlanta, GA

Freitag, 15. März 2013

USA 2013, 14.03., Tag 1: Anreise nach Atlanta

Wheels down in ATL! Wie üblich war der Anreisetag anstrengend und laaang. Gestartet bei Schneefall und angekommen bei 16 Grad mit Sonnenschein. Das Essen im Flugzeug war diesmal wirklich gut. Ebenso die Filmauswahl. Am Flughafen in Atlanta hatten wir dann so unsere Probleme mit der Ausschilderung. Angekommen am Südende des internationalen Terminals wollten wir zur Station der U-Bahn. Wir sind brav den Schildern zur "Ground Transportation" gefolgt und bei einem Shuttle-Bus gelandet. Der hat uns dann einmal komplett um den Flughafen herum gefahren. So sind wir zwar zu einer kostenlosen Flughafen-Tour gekommen (und der Flughafen ist wirklich riesig), waren dann aber doch sehr erstaunt, als er uns am Nordende des internationalen Terminals wieder abgesetzt hat. Okay, wir hätten eigentlich nur quer durch das Terminal laufen müssen und wären auch zur U-Bahn gekommen. Blöde Ausschilderung, muss man nicht verstehen.

Wir sind dann mit der U-Bahn in die Stadt gefahren. Das Hotel erreicht man komplett geschützt, von der Station unterirdisch quer durch einen Food Court und dann einen Glastunnel. Das Hotel selbst ist gigantisch. Innen reicht das Atrium über mehr als 40 Stockwerke komplett bis zum Dach. Wir haben ein Zimmer im 34. Stock mit tollem Ausblick nach Süden bekommen.

Das Wetter soll in den nächsten Tagen sonnig bleiben und wärmer werden. Das kommt uns sehr entgegen und so werden wir bis Sonntag Atlanta erkunden.

Flughafen München
Atlanta, GA

Montag, 19. November 2012

Wochenende in Wien

Unser Wien-Wochenende war erwartungsgemäß stressig. Das Wetter war gut (Samstag mit / Sonntag ohne Sonne), nur der eisige Ostwind war lästig. Die beiden Tage in der Stadt waren anstrengend, aber wir haben wieder viel gesehen und so manchen Punsch verköstigt. Der diesjährige Favorit war ürigens der Orangenpunsch "Am Hof".

Naschmarkt

Der Steffl

Christkindlsmarkt am Rathaus

Hofmobiliendepot