Mittwoch, 24. März 2010

USA 2010: 21.03., Tag 12, Fahrt von Naples nach Tampa

Heute sollte es Regen geben und bereits vor dem Mittag war er da. Regen heisst leider: Wasser aus Kübeln. Wir haben die Interstate 75 in Richtung Norden genommen und haben Naples und Fort Myers umfahren. Ab Punta Gorda sind wir dann auf die Küstenstrasse gefahren, haben aber vom Meer nicht viel gesehen. Anhalten hätte wegen des Wetters sowieso nicht gelohnt. Ab Sarasota kann man dann wieder über die vorgelagerten Inseln fahren, was bei Sonne sicherlich richtig schön ausgesehen hätte. Wir haben's trotzdem gemacht. Wenn wir schon mal da sind ;-) Danach ging's auf der Skyway-Bridge (Interstate 275) über die Bucht von Tampa. Wow, die Brücke ist wirklich riesig! Auf dem Weg nach Tampa und zum Hotel sind wir durch das südliche St. Petersburg gefahren mit den immer gleichen Einkaufzentren, Supermärkten, Fast-Food-Restaurants, Tankstellen, Hotels und Motels. Kilometerlang. Immer wieder das gleiche. Wie in jeder Stadt. Ehrlich, ich kann's nicht mehr sehen. Es ist traurig, dass sich dieser Teil der Städte so gar nicht unterscheidet. Scheint aber hier niemanden zu stören.

Das Hotel in Tampa liegt zusammen mit einigen anderen auf einer kleinen Insel am nordöstlichen Ende der Tampa Bay. Der vierspurige Highway von Tampa nach Clearwater durchschneidet die Insel in zwei Hälften. Wir haben ein Zimmer von der Strasse weg, was bedeutet, dass wir nur das nördliche Ende der Bay sehen können, dafür aber deutlich weniger von der Strasse haben. Hinter dem Hotel verengt sich die Bucht zwischen Mangroveninseln in eine Art Kanal und dort haben wir am Abend zwei Delfine gesehen. Grandios!

Skyway Bridge:


USA 2010: 20.03., Tag 11, Naples

Die Wettervorhersage versprach einen weiteren sonnigen Tag und sie sollte Recht behalten. Gleich morgens haben wir uns nochmal auf den Weg nach Süden zum Evergaldes Nationalpark gemacht. Wir haben uns auf einer Bootsfahrt durch die "Ten Thousand Islands" schippern lassen. Na ja, zehntausend Inseln sind es nicht, aber mit Sicherheit unübersichtlich viele. Nicht weit vom kleinen Hafen am Besucherzentrum haben wir Manatees gesehen, genauer gesagt ein paar Manatee-Nasen, die gleich wieder unter Wasser verschwanden. Auf dem weiteren Weg zwischen den Inseln hindurch in Richtung Golf von Mexiko gab's dann noch einen Fischadler, bevor wir auf eine Gruppe von Delfinen gestossen sind, die mehr als eine halbe Stunde um unser Boot geschwommen sind. Wirklich fast zum Anfassen! Der Ausflug mit dem Schiff hatte sich echt gelohnt...

Am Nachmittag waren wir dann in Naples und sind quer durch die Stadt zum Strand gebummelt. Eine nette Stadt, aber preislich eher am oberen Ende angesiedelt. Der Strand ist toll, besonders das Pier, wo die Pelikane auf einen Happen von den zahlreichen Anglern warten. Überhaupt ist Angeln hier in Florida der totale Volkssport. Überall Angler (an Flüssen, Brücken, Piers) und in jedem Hafen gibt's Angebote zum Hochseefischen. Und passend dazu natürlich haufenweise Angelläden ("Bait & Tackle"). Na ja, wem's gefällt.

Nach Naples haben wir dann noch einen kurzen Abstecher nach Bonita Springs in ein Outlet-Zentrum gemacht. Das war ganz in Ordnung zum Bummeln und da die meisten Geschäfte auch schon in Fort Lauderdale waren, haben wir nicht viel gekauft. Zum Glück ;-)

Fischadler im Everglades Nationalpark:


Delfine im Everglades Nationalpark:


Die letzte der "Ten Thousand Islands" vor dem Golf von Mexiko:


Naples, 5th Avenue:


Auf dem Pier von Naples:

Samstag, 20. März 2010

USA 2010: 19.03., Tag 10, Naples

Heute ging's von Naples aus nach Norden. Zuerst zum Lover's Key State Park, wo es einen herrlichen weissen Strand mit Unmengen von Muscheln gibt. Wir haben nur eine kleine Runde zu Fuß gedreht und die Trails ausgelassen. Als wir mittags abgefahren sind, war der Parkplatz bereits randvoll... Übrigens, vom Parkplatz bis zum Strand sind es ca. 300 Meter, selbstverständlich ebenerdig. Damit man diese "Entfernung" aber nicht selbst zurücklegen muss, fährt ein kostenloses Bähnle. Unbeschreiblich.

Weiter mit dem Auto durch Fort Myers Beach (total zugebaut) und Fort Myers (ebenfalls eher langweilig) über die Brücke nach Sanibel Island und Captiva Island. Dort ging's nur noch im Schritttempo vorwärts. Von den Stränden sieht man dort nicht so riesig viel, weil überall Parkverbot ist und ausserdem viele Teilstrecken Privatstrand sind. Am nördlichen Ende von Captiva Island hatten wir dann das riesige Glück, einen kostenlosen Parkplatz bei einem kleinen Einkaufszentrum zu ergattern, haben uns bei Starbucks einen Frappuchino und einen Milchshake geholt und an den nahen Strand gesetzt. Die Aussicht war toll, die Sonne prächtig, aber der Wind recht kalt. Nicht so wirklich Badewetter.

Auf dem Rückweg zum Hotel haben wir dann bei der Koreshan State Historic Site angehalten. Das war früher einmal eine Siedlung einer religiösen (christlichen) Gruppe, die sich in den 1960ern aufgelöst haben, da sie sich praktisch am Aussterben befanden. Heute kann man einige der historischen Gebäude aus der Zeit um 1900 besichtigen. Das Highlight ist aus unserer Sicht aber der Naturlehrpfad, der direkt am nahen Estero River entland führt (Bambus, Palmen, etc). Neben einer scheuen Schlange haben wir noch ein herumstöberndes Gürteltier gesehen.

Lover's Key State Park, hinten die Hochhäuser von Naples:


Das Beste an Captiva Island:


Koreshan State Historic Site:


Koreshan State Historic Site, Estero River:

Freitag, 19. März 2010

USA 2010: 18.03., Tag 9, Fahrt von Florida City nach Naples

Die gute Nachricht zuerst: es hat heute nicht geregnet. Die Fahrt ging heute auf dem Highway #41 Richtung Westen. Man fährt dort direkt an der nördlichen Grenze des Everglades Nationalparks entlang. Im "Shark Valley" haben wir angehalten. Keine Angst, es gibt dort keine Haie. Dafür aber Alligatoren. Haufenweise Alligatoren. Vom Besucherzentrum führt eine für den Autoverkehr gesperrte Stichstraße nach Süden zu einem Aussichtsturm und von dort über eine kurvige Straße wieder zurück. Insgesamt sind das 24 km. Man kann entweder mit einem Bähnle dorthin fahren oder Fahrräder ausleihen und selbst in die Pedale treten. Logisch, wir haben die Fahrräder genommen. Wir haben unterwegs unzählige Alligatoren gesehen, teilweise direkt am Straßenrand. Und noch mehr Reiher und andere Vögel, sowie zahlreiche Schildkröten. Der Blick vom Aussichtsturm war toll, Graslandschaft mit einzelnen Bauminseln in alle Richtungen, unterbrochen von Wasserflächen und Tümpeln. Der Rückweg war allerdings sehr beschwerlich, da wir die ganze Zeit gegen den Wind radeln mussten :-(

Direkt nördlich des Nationalparks schließt sich das Big Cypress National Preserve an. Das Gebiet steht unter der Verwaltung der Bundesregierung, hat aber nicht den Status eines Nationalparks, da die Regelungen hier nicht so streng sind. Die Landschaft ist ähnlich, aber es gibt neben den Wassergrasflächen mehr Zypressenwälder, Palmen und subtropischen Urwald. Wir haben insgesamt 3 Naturlehrpfade absolviert, zwei davon komplett über Bretterwege. Sehr interessant alles.

Unterwegs haben wir dann in Ochopee gehalten. Ich habe am kleinsten Postamt der USA (siehe Foto) einige Briefmarken gekauft und auf die Postkarten in die Heimat geklebt. Ich hoffe, die Empfänger wissen das auch zu schätzen ;-)

Unser Hotel liegt heute (und die kommenden beiden Nächte) ausserhalb von Naples direkt an der Interstate 75, der Alligator Alley. Die Fenster sind hervorragend schallisoliert, so dass man nicht die Autobahn, sondern eher die Klimaanlagen des Hotels hört. Wegen der körperlichen Betätigung hatten wir beschlossen, uns bei Pizza Hut eine schöne Pepperoni-Pizza zu holen. Sie war köstlich, kann ich nur sagen.

Shark Valley, Alligatoren in allen Größen:


Shark Valley, Schildkröten und Reiher:


Im Shark Valley muss man mindestens 5 Meter Abstand zu sämtlichen Tieren halten, was manchmal aber nicht einfach ist:


Das kleinste Postamt der USA in Ochopee:

Donnerstag, 18. März 2010

USA 2010: 17.03., Tag 8, Fahrt von Key West nach Florida City

Die Nacht in Key West war himmlisch ruhig. Leider haben die Wolken vom Vorabend damit begonnen, ihren Balast abzulassen. Es hat bis ca. 14:00 Uhr in Strömen geregnet. Die Fahrt zurück zum Festland haben wir dann ohne Zwischenstopp absolviert.

Heute stand der Everglades Nationalpark auf dem Programm. Nach dem obligatorischen Halt am Besucherzentrum und einem kurzen Sandwich-Mittagessen im Auto hatten wir den Tag bereits als verloren abgehakt. Aber, welch Wunder, der Regen hat plötzlich aufgehört. Einfach so! Und im Laufe des Nachmittags kam echt die Sonne nochmal raus. Eine Stichstraße führt vom Besucherzentrum 40 Meilen (64 km) mitten durch die Everglades bis nach Flamingo direkt am Meer. Wir haben dann insgesamt 4 kurze Rundwege absolviert: 1) Grasland + Wasser (inklusive einiger Alligatoren), 2) subtropischer Urwald, 3) nochmal Grasland, 4) Mangroven. Alle waren wirklich sehr interessant. Es gab unglaublich viele Vögel unterwegs, besonders Reiher in allen Größen. Ebenfalls positiv: es sind nur sehr wenige Mücken unterwegs.

Morgens geht's auf einem anderen Highway durch die Everglades bis an den Golf von Mexiko. Es soll dann nachmittags wieder regnen :-(

Unser erster Alligator:


In den Everglades:


Zwei kleine Eulen:


Mangrovenwald: